Ehemaliges Direktorenwohnhaus, heute: Galerie Dr. Jochim (A.: Otto Haesler, 1931), Foto: Hagen Immel, 2006

Orte der Moderne. neues bauen in Charlottenburg-Wilmersdorf

Abbildung: Apartmenthaus, Berlin, Kaiserdamm 25, Architekt: Hans Scharoun, 1929, Foto: 2019, BEST
Abbildung: Apartmenthaus, Berlin, Kaiserdamm 25, Architekt: Hans Scharoun, 1929, Foto: 2019, BEST

Vor 100 Jahren wurde das bauhaus gegründet. Es gilt bis heute als eine der bedeutendsten Schulen für moderne Architektur und Gestaltung weltweit. Anlässlich des Jubiläums werden  in der Ausstellung „Orte der Moderne. Neues Bauen in Charlottenburg-Wilmersdorf“ zehn herausragende architektonische Schauplätze im Bezirk vorgestellt.  Es handelt sich um Beispiele eines neuen bauens, das maßgeblich durch das bauhaus beeinflusst wurde.

Die vorgestellten Bauten entstanden alle in den Jahren der Weimarer Republik zwischen 1919 und 1933. Ihre sachlich-funktionale Ästhetik und die modernen Nutzungskonzepte spiegeln signifikante Phänomene der Zeit wider. Mit zehn regionalen und zum Teil weltbekannten Architekturbeispielen werden in der Ausstellung inhaltliche und gestalterische Bezüge zum bauhaus und zu wichtigen Themen der Zeit hergestellt, anhand derer die Ausstellung gegliedert wird.

Zu den bekannten Architekten des neuen bauens in Charlottenburg und Wilmersdorf gehören Walter Gropius, Erich Mendelsohn, oder auch Hans Scharoun, deren eindrucksvolle Bauten das Stadtbild mitgeprägt haben und im Zentrum der Schau stehen.

Eine Faltkarte ergänzt die Ausstellung und lädt ein, sich auf Spurensuche durch den Bezirk zu begeben, etwa zum Bauensemble der Siemensstadt, das seit 2008 als UNESCO-Weltkulturerbe gelistet ist, oder auch zum WOGA-Komplex am Lehniner Platz, der bis heute durch sein städtebauliches Gesamtkonzept besticht.

Kuratorinnen:
team BEST: Dr. Simone Oelker, Dr. Celina Kress, Dr. Nicola Bröcker


Ausstellungseröffnung:
Freitag, 9. August 2019
um 18 Uhr
Villa Oppenheim/Museum Charlottenburg

 

Laufzeit der Ausstellung:
10. August – 10. November 2019

Webseite Villa Oppenheim


Laubenganghaus in der Weißen Stadt in Berlin-Reinickendorf, Deutschland (Aroser Allee 153/154, Architekt Otto Rudolf Salvisberg; von Südsüdwesten

Der Architekt Otto Rudolf Salvisberg im Spektrum der Moderne

Laubenganghaus in der Weißen Stadt in Berlin-Reinickendorf, Deutschland (Aroser Allee 153/154, Architekt Otto Rudolf Salvisberg; von Südsüdwesten
Laubenganghaus in der Weißen Stadt in Berlin-Reinickendorf, Deutschland (Aroser Allee 153/154, Architekt Otto Rudolf Salvisberg; von Südsüdwesten

Ein „Hans im Glück” – So beschreibt der Vortrag Leben und Wirken des Architekten Otto Rudolf Salvisberg (1882 – 1940). In Berlin entwarf und realisierte der am Technikum in Biel ausgebildete Schweizer bereits vor dem Ersten Weltkrieg großzügige Wohn- und Geschäftshäuser und nahm erfolgreich an prominenten Wettbewerben teil (ab 1908 als Mitarbeiter von Emil Schaudt und Paul Zimmerreimer und ab 1914 im eigenen Büro). Im Krisenjahr 1922 baute Salvisberg sein privates Wohnhaus in der Villenkolonie Berlin-Südende und eröffnete zugleich eine Büro-Dependance in Bern/ Schweiz (Büroleiter Otto Brechbühl). In dieser komfortablen Situation arbeitete er mit stetig wachsendem Erfolg in Berlin – bis er, gerade mit einer Professur an der ETH ausgestattet (Nachfolge Karl Moser), 1930 endgültig in die sichere Schweiz zurückkehrte. Auch dort gewann er mit dem Pharmakonzern La Roche einen besonders attraktiven Bauherrn und realisierte eine Vielzahl von Bauprojekten, darunter Spitäler, Hochschulbauten, und das berühmte SUVA-Haus in Bern.

1940 starb Salvisberg überraschend beim Skifahren in Arosa. Es heißt, auch damit sei ein geheimer Wunsch des Architekten in Erfüllung gegangen (Lichtenstein, S. 123).

Salvisberg baute qualitätsvoll und viel. In die aufgeladenen Theoriedebatten der Avantgarde um Walter Gropius, Bruno Taut u.v.a. mischte er sich dagegen kaum ein. Sein Verhältnis zum Neuen Bauen gilt noch immer als ungeklärt. Aktuell untersucht ein Forschungsprojekt an der Universität Bern seinen Beitrag und seine Bedeutung im Spannungsfeld der Moderne.

 

Bildnachweis: Foto: Torstenww, 2012
creativecommons.org (Foto ungeändert)

22.01.2019 in Berlin-Köpenick
Veranstaltungsort: Köpenicker Hof, Stellingdamm 15, 12555 Berlin

Veranstalter: Bürgerverein für das Märchenviertel und den Elsengrund
www.maerchenviertel-berlin.de/events.html

 

„So etwa könnte es gehen.“
(O.R. Salvisberg, zit. nach C. Lichtenstein, Die andere Moderne, S. 122)


Ehemaliges Direktorenwohnhaus, heute: Galerie Dr. Jochim (A.: Otto Haesler, 1931), Foto: Hagen Immel, 2006

Otto Haesler und das bauhaus

Ehemaliges Direktorenwohnhaus, heute: Galerie Dr. Jochim (A.: Otto Haesler, 1931), Foto: Hagen Immel, 2006
Ehemaliges Direktorenwohnhaus, heute: Galerie Dr. Jochim (A.: Otto Haesler, 1931), Foto: Hagen Immel, 2006

Der Architekt Otto Haesler war zwischen 1906 und 1933 als freischaffender Architekt in Celle tätig. Er errichtete in der niedersächsischen Stadt und im Landkreis über 80 Bauten.

Der Vortrag stellt Haeslers vielfältige Verbindungen zur Bauhausschule in Dessau vor, thematisiert seine Rolle als Arbeitgeber für Bauhaus-Absolventen, seine Werbetätigkeit für Bauhausprodukte sowie seine Kandidatur für das Direktorenamt am Bauhaus.

„Der Name Haesler hat die Bauhäusler angerührt.“

Fernsehbeitrag im NDR Kulturjournal
(1. April 2019)
www.ndr.de

Teil des bauhaus100-Programms
www.bauhaus100.de/programm

 

Veranstaltungsort:
Galerie Dr. Jochim (ehem. Direktorenwohnhaus), Magnusstraße 5, 29221 Celle
Vortragsreihe der otto haesler initiative e.V. „100 Jahre Bauhaus. Otto Haesler Celle und mehr“,

www.otto-haesler-initiative.de.

 

Wiederholung des Vortrags vom 15.02.2019 aufgrund großer Nachfrage
http://www.cellesche-zeitung.de


Cover-Ausstellungskatalog-Ausgezeichnet

Ausgezeichnet! 25 Jahre Brandenburgischer Denkmalpflegepreis 1992–2017

Cover-Ausstellungskatalog-Ausgezeichnet

Seit 25 Jahren verleiht das Land Brandenburg jährlich den Brandenburgischen Denkmalpflegepreis. Ausgezeichnet werden Menschen, die mit Beharrlichkeit, Fantasie und Mut Denkmale vor Verfall oder Abriss bewahren, pflegen und erneut mit Leben füllen.

Der bildreiche Katalog stellt 30 Preisträger*innen, ihre einzigartigen baukulturellen Pflegefälle und ihre mitunter spektakulären Rettungsaktionen vor. Zudem enthält er vier Expertenbeiträge von Thomas Drachenberg, Franz Schopper, Achim Krekeler und Jürgen Tietz.

Ausstellungskatalog im Geymüller Verlag, 239 Seiten, 321 Abbildungen, 29 €, erschienen im September 2018

Katalog zur Ausstellung im Landesmuseum Brandenburg vom 7.12.2018 bis 20.1.2019
Ein Beitrag zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 – Sharing Heritage

Konzept, Einführungsaufsatz, Katalog, Redaktion: team [BEST]
Fotos: Markus Hilbich

 

Herausgegeben vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege und Archäologischen Landesmuseum


Cover-Auf-Unterspreewaldwegen

Auf Unterspreewaldwegen. Baukultur in ländlichen Räumen. Stadt Land gestalten. Mach mit! 04

Cover-Auf-Unterspreewaldwegen

Der reich bebilderte Ausstellungskatalog thematisiert die Stärken und Besonderheiten des Amtes Unterspreewald. Er veranschaulicht die brennenden Themen und die Zukunftswünsche der hier lebenden Menschen in Bezug auf Stadtentwicklung und Baukultur. Der Katalog gibt konkrete Anregungen für das gemeinschaftliche Gestalten der Zukunft und für ein Amtsentwicklungskonzept.

Ausstellungskatalog,
92 Seiten, 204 Abbildungen,
erschienen im Dezember 2018

Katalog zur Open-Air-Ausstellung mit sechs Litfaßsäulen und einer Fotogalerie zur Geschichte und zu neuen Entwicklungen im Amt Unterspreewald

Idee, Text, Fotografien, Grafik, Layout:
team [BEST]

Herausgegeben vom Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg


Grand Tour der Moderne: Stelen zu 11 herausragenden Bauten der Moderne im Land Brandenburg

Stele_Musikheim_FF

team [BEST] erarbeitete Stelen für elf herausragende Bauten der Moderne im Land Brandenburg:

Potsdam + Umland
Einsteinturm, 1920–24, Erich Mendelsohn
Regattahaus und Musikpavillon am Luftschiffhafen, 1925, Reinhold Mohr
Einsteinhaus, Caputh, 1929, Konrad Wachsmann

Luckenwalde
Hutfabrik Steinberg Herrmann & Co., 1921–23, Erich Mendelsohn

Frankfurt (Oder)
Gartensiedlung Paulinenhof,1922–25, Martin Kießling
Musikheim, 1928/29, Otto Bartning
Staatliche Baugewerkschule, 1929/30, Johannes Müller
Trauerhalle mit Krematorium, 1929/30, Josef Gesing
Pädagogische Akademie, 1930–35, Hans Petersen

Eisenhüttenstadt
Wohnkomplex I-III, 1951–57, Kurt W. Leucht

Cottbus
Dieselkraftwerk, 1927/28, Werner Issel

STELEN
Konzept, Text und Bild

Die „Grand Tour der Moderne“ verbindet deutschlandweit bedeutende, zwischen 1900 und 2000 errichtete Gebäude zu einem Streifzug durch 100 Jahre Architekturgeschichte:
www.grandtourdermoderne.de

Auftraggeber:
Brandenburgische Architektenkammer,

Förderer: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur